
RSS Politik findet für viele in der Ferne statt und wird von „alten Leuten“ gemacht. Das muss nicht sein!
In Jena und Umgebung gibt es viele politisch interessierte und engagierte junge Leute. Deshalb wollen wir nicht einfach zuschauen, sondern lieber selbst aktiv in das politische Geschehen eingreifen. Also haben wir die Grüne Jugend Jena und Saale-Holzland-Kreis (SHK) sowie Saale-Orla-Kreis (SOK) als Regionalgruppe der Grünen Jugend Thüringen gegründet. Mitarbeit und Mitgliedschaft machen wir aber nicht vom Wohnort abhängig.
Mit jungen, frischen Ideen beschäftigen wir uns mit grüner Politik, um unsere Zukunft mitzugestalten. Den Schutz unserer Umwelt, Gleichberechtigung der Menschen, freien Zugang zu Wissen und Friedfertigkeit im Umgang miteinander und demokratisches Verhalten halten wir dabei für wichtige Ziele.
Einige unserer Themen findest Du hier.
Wir würden uns sehr freuen, mit Dir gemeinsam an unserer Zukunft zu arbeiten. Also komm einfach zu einem unserer Treffen, oder nimm per E-mail Kontakt mit uns auf.
Unser Leserbrief zum SPUNK-Artikel All_Cops_Are_Bastards:
Zweifellos kommt es, wie im letzten SPUNK dargestellt, in Deutschland viel zu oft zu polizeilichen Übergriffen auf friedliche DemonstrantInnen, und
zweifellos werden diese anschließend oft nicht zufriedenstellend geahndet.
Und auch im jüngsten Amnesty Deutschlandbericht „Täter unbekannt“ wurden diese
Tatsachen ausführlich dokumentiert. Wie auch Amnesty fordern wir – die GRÜNE JUGEND JENA
– eine Gewährleistung polizeilicher Verantwortlichkeit, um die
Rechtssicherheit der DemonstrantInnen zu erhöhen. Wir fordern eine
Verpflichtung zur effektiven, unverzüglichen und unparteiischen Durchführung
von Ermittlungsverfahren bei Anzeige gegen PolizistInnen. Wir fordern eine, die Persönlichkeitsrechte beachtende,
Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten, die bislang vollkommen fehlt.
Dennoch müssen wir dem Artikel „All Cops are Bastards!“ der letzten
SPUNK-Ausgabe deutlich widersprechen, da er in unseren Augen in entscheidenden
Punkten dem Selbstverständnis der Grünen Jugend widerspricht:
Gewaltfreiheit ist eine Leitlinie unseres Handelns als Grüne Jugend. Da wir jegliche Gewalt - ob sie sich gegen
Menschen oder Sachen richtet - grundsätzlich ablehnen, lehnen wir deshalb
ausdrücklich auch jede Gewalt gegen PolizistInnen ab. Wer die Aussage „Gewalt in Form von Körperverletzung finde
ich scheiße!“ von sich weist, wie die Autorin im betreffenden
Spunk-Artikel, verstößt in unseren Augen gegen diesen Grundsatz der GJ.
Und nicht nur unser Gewaltbegriff sondern auch unser Rechtsbegriff steht
gegensätzlich zu dem der Autorin:
Sie möchte für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen, die die sich gegen „Nazis
zur Wehr setzt, sich auf die Seite von denjenigen stellt, die illegalisiert
werden[...]“, und die sich gegen Repression und soziale Ungerechtigkeit wendet.
Sie schreibt jedoch auch „Mir ist der bürgerliche Be griff von Recht, Ordnung
und Gesetz egal.“
In unseren Augen aber lassen sich beide Einstellungen nicht vereinen. Wir sehen
ein (funktionierendes) Rechtssystem als Voraussetzung für eben jene gerechtere,
soziale und offene Gesellschaft, für die die Autorin eigentlich streiten will.
Denn „Recht“ ist kein explizit bürgerlicher Begriff, sondern ein demokratischer!
GJ Jena
13.5 s